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MEDITIEREN??? ICH???


Ist das das, wo man an nichts denken darf? Das kann ich nicht! Und außerdem habe ich für so was gar keine Zeit - stundenlang nur rumsitzen!


Solche und ähnliche Antworten bekomme ich oft zu hören, wenn ich einem meiner Klienten empfehle, es doch mal mit Meditation zu versuchen. Das ist schade, denn die positive Wirkung, gerade für den modernen Menschen, ist inzwischen vielfach wissenschaftlich untersucht und bewiesen. Dazu zählen u.a. erhöhte Stressresistenz, verbesserte Aufmerksamkeit, weniger Nervosität, mehr Zugang zu unserer Intuition und natürlich Bewusstseinserweiterung, sozusagen als Zugabe.


Aber wie sieht es nun mit den oben genannten Vorbehalten aus? Schauen wir sie uns einmal genau an!


- Darf ich wirklich an nichts denken?

Nein, denn das geht gar nicht. Tatsächlich besteht die Übung beim Meditieren darin, aufkommende Gedanken nicht festzuhalten und sich darin zu vertiefen, sondern sie wahrzunehmen, wenn sie auftauchen und einfach wie Wolken am Himmel vorüberziehen zu lassen. Es ist z.B.auch möglich, sich zu sagen: "Aha, ich denke", und dann zu der eigentlichen Übung zurückzukehren.


- Muss man tatsächlich stundenlang meditieren?

Nein, auch das ist inzwischen genau untersucht worden. Denn modernen Therapeuten war natürlich klar, dass Menschen, die mitten im Berufs- und Familienleben stehen, dafür einfach keine Zeit haben. Bei diesen Untersuchungen zeigte sich, dass jedes kurze Innehalten und jede kurze Konzentration auf sich selbst, Wirkung zeigt und uns hilft, uns wieder zu zentrieren. Selbst 10 Minuten sind besser als nichts; wenn man es auf 20 Minuten bringt wird man den Erfolg sicher bald spüren.


- Und wie macht man das nun?

Es gibt mittlerweile sehr viele praktische Ratgeber zu diesem Thema aber hier möchte ich eine meiner Lieblingsvarianten vorstellen, die auch schon bei kurzer Anwendung guttun:


Aufrecht hinsetzen (der Stuhl darf gerne gemütlich sein),

Füße nebeneinander auf den Boden stellen

oder wahlweise auf den Rücken legen.

Mehrmals richtig tief durchatmen, danach ganz normal weiteratmen.

Die Unterlage und den Boden unter den Füßen ganz bewusst erspüren.

Nun auf den Atem achten, einatmen - ausatmen - wieder einatmen.

Dabei stelle ich mir  vor, dass ich an einem Strand sitze, nahe am Wasser.

Bei jedem Einatmen kommt eine Welle mit frischer Energie zu mir,

bei jedem Ausatmen läuft die Welle wieder ins Meer zurück und nimmt alles Negative,

was ich gerade fühle mit sich.


Der Vorteil für Anfänger liegt darin, dass das Gehirn durch die Vorstellung der Wellen beschäftigt ist und deshalb weniger andere Gedanken produziert. Trotzdem ertappt man sich nach einiger Zeit dabei, wieder an etwas anderes zu denken. Einfach zur Kenntnis nehmen, nicht darüber ärgern und zu der Vorstellung der Wellen und zum Atmen zurückkehren.


Hilfreich ist es übrigens auch, immer am gleichen Platz zu meditieren und wer mag, kann es auch mal mit der immer gleichen leisen Musik oder Naturgeräuschen (in diesem Falle also Meeresrauschen) versuchen. Denn wir Menschen sind leicht zu konditionieren und deshalb "weiß" unser Körper schon nach wenigen Malen, dass er bei diesen Vorbedingungen auf Ruhe umschalten darf.


Zum Schluss noch eine Buchempfehlung zu diesem Thema: Jon Kabat-Zinn " Im Alltag Ruhe finden"


Und nun viel Vergnügen beim Ausprobieren!